Wochenausblick - Druck auf die Aktienmärkte steigt

Marktanalysen /
08 Okt 2018

Aktuell sehen wir den DAX rund 30 Punkte tiefer bei 12.080 Punkten. Die steigenden Zinserwartungen halten die Anleger in Atem. Anleihen werden durch die höheren Renditen immer attraktiver - ein schlechtes Zeichen für die Aktienmärkte. Vor allem die Technologie-Werte könnte es schwer treffen, da es dort eine größere Zahl an überbewerteten Titeln gibt. Ein Ausverkauf der Tech-Aktien würde die Stimmung zusätzlich drücken.

Grund für die Panik an der Wall Street sind die Kommentare von Fed-Chef Jerome Powell. Powell sieht aufgrund der starken US-Konjunkturzahlen einen strafferen geldpolitischen Kurs möglich. Die Zinsen in den USA könnten also schneller als erwartet steigen, und die Anleger sind kaum darauf vorbereitet.

Auch aus technischer Sicht sieht es für den DAX eher negativ aus. Der klare Bruch unter die Unterstützung bei 12.200 Punkten signalisiert eine Korrektur bis zu mindestens 12.000 Zählern. Durchbricht der Index auch dieses Niveau, würden die Bären die Oberhand gewinnen. Eine Fortsetzung des Abwärtstrends in Richtung 11.500 Punkten wäre dann vorstellbar.

DAX
DAX

Etwas Hoffnung für die Anleger gibt es dank der kommenden Berichtssaison. Am Freitag werden mehrere US-Großbanken - darunter JP Morgan und Citigroup - ihre Zahlen präsentieren. Starke Unternehmenszahlen könnten helfen, den Druck auf die Aktienmärkte zu reduzieren.

Am Devisenmarkt war es über Nacht relativ ruhig. Die japanischen Märkte waren aufgrund eines Feiertages geschlossen, was auch für geringe Aktivität am Devisenmarkt führte. Aktuell ist aufgrund der steigenden Zinserwartungen vor allem der US-Dollar gefragt.

Der Euro hat Mühe sich über der Marke von 1,15 USD. Politische Unsicherheiten durch die Italien-Krise und die Ungewissheit rund um den Brexit belasten die Währung zusätzlich. Ein klarer Durchbruch unter 1,15 würde eine Korrektur in Richtung 1,13 USD signalisieren.

Dienstag:

Deutschland - Handelsbilanz - der Markt rechnet mit einem Handelsüberschuss von €16.4 Milliarden im August, ein Anstieg von €0.6 Milliarden im Vergleich zum Juli.

Mittwoch:

Großbritannien - BIP - es wird ein Anstieg von 0.1 % (month-on-month) erwartet. Aufgrund der politischen Unsicherheiten und der steigenden Inflationsrate, dürfte sich der Druck auf die britische Wirtschaft kurzfristig erhöhen.

Donnerstag:

USA - Inflationszahlen - Die Inflation dürfte moderat steigen, da der starke US-Dollar für etwas Gegenwind sorgt.

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