Wochenausblick - Alle Augen auf die Federal Reserve

Marktanalysen /
24 Sep 2018

Die Aktienmärkte konnten sich in der vergangenen Woche erholen. Das Thema Handelsstreit liegt nicht mehr im Fokus der Anleger. Diese zeigen sich optimistisch, dass die USA und China schlussendlich einen Kompromiss erreichen werden. Ob diese Erwartungen übertrieben sind, bleibt abzuwarten. Es ist aber klar, dass US-Präsident Trump unberechenbar ist, und der Handelsstreit jeder Zeit in die nächste Runde gehen könnte.

In der neuen Handelswoche dürfte aber die US-Notenbank im Vordergrund stehen. Diese wird am Mittwoch über den Zinssatz entscheiden. Der Markt erwartet eine Erhöhung um 25 Basispunkte, was im Preis schon inbegriffen ist. Man wartet aber mit Spannung auf ein Update vom Team rund um Fed-Chef Powell, und ob das Tempo der Zinsschritte eventuell erhöht wird.

Auch an Konjunkturzahlen wird es nicht fehlen:

Donnerstag:

Amerikanische BIP-Zahlen - Der Markt rechnet mit einem Anstieg von 4.2 % (QoQ), und die Erwartungen dürften erfüllt oder leicht überstiegen werden.

Freitag:

Britische BIP-Zahlen - Laut Prognosen darf man mit einem Anstieg von 0.4 % (QoQ) bzw. 1.3 % (YoY) rechnen. Die britische Wirtschaft hält sich trotz den zahlreichen Brexit-Sorgen solide, und die Zahlen am Freitag sollten nicht enttäuschen.

Eurozone - Inflationsrate - Die Anleger sehen einen Anstieg auf 2.1 % wahrscheinlich. Dies würde die Arbeit für das Team rund um EZB-Präsidenten Draghi etwas leichter machen.

Aus charttechnischer Sicht sieht es für den DAX nach der Rally vom Freitag gut aus. Ein klarer Durchbruch über der Marke von 12.500 Punkten würde den Weg für eine Erholung in Richtung 12.800 Punkten freischalten. Dennoch sollte man nicht die lange Liste an potenziellen Risiken vergessen – darunter auch der Handelsstreit, die politische Situation in der EU und der Brexit.

Auch für den Euro sieht es positiv aus. Solide Konjunkturdaten aus der Eurozone und die aktuelle Dollar-Schwäche führten zur Erholungsrally. Der nächste größere Widerstand liegt nun bei 1.1940 (200-Tage-Linie). Für die Euro-Bullen könnte es am Mittwoch während der Notenbank-Sitzung aber gefährlich werden.

EURUSD
EURUSD

Während der Euro an Shwung gewinnt, fällt das britische Pfund. Laufende Sorgen rund um den Brexit halten die Währung unter Druck. Kurzfristig dürfte dies anhalten. Die EU zeigt sich nicht unbedingt zu Kompromissen bereit, und Theresa May muss auch mit innenpolitischen Problemen kämpfen.

EURO
EURO

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