Warum der Goldpreis so niedrig ist

Marktanalysen /
18 Okt 2018

Viele Anleger fragen sich warum der Goldpreis so tief liegt. Schließlich sollte das Edelmetall gerade in Krisenzeiten deutlich an Schwung gewinnen. Zudem ist 2018 ein Jahr in dem es nicht an Risikofaktoren mangelt. Trotz den zahlreichen geopolitischen Risiken und Unsicherheiten befindet sich der Goldpreis aber auf einem relativ niedrigen Niveau.

Grund dafür ist vor allem der starke US-Dollar. Steigt der Greenback, kommen vor allem die Rohstoff-Preise - darunter auch die Edelmetalle - unter Druck. Die steigenden Zinserwartungen sorgen für verstärkte Nachfrage nach der Währung, und es macht weniger Sinn für Anleger das Geld in Gold zu stecken, wo keine Zinsen ausgezahlt werden.

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Die Nachfrage nach Gold steigt am stärksten, wenn das Vertrauen in das globale Finanzsystem schwindet, oder es zu einem größeren Börsen-Crash kommt. Die politischen Krisen und der Handelsstreit reichen nicht mehr aus, um eine Flucht ins Edelmetall zu verursachen. In solchen Szenarien sind es eher der US-Dollar und japanische Yen, die gefragt sind.

Ein weiterer Faktor ist das Risikoappetit der Anleger. Trotz den zahlreichen Risiken konnte die Performance der US-Aktien in diesem Jahr überzeugen. Auch die jüngste Korrektur scheint harmlos, wenn man die gesamte Rally im Jahr 2018 in Betracht nimmt.

Es handelt sich dabei nicht nur um physische Barren und Münzen die an Popularität verlieren. Anleger haben in diesem Jahr auch massenhaft Anteile an Gold-ETFs verkauft, da im Aktienmarkt eine deutlich höhere Rendite zu holen war.

Was müsste also geschehen damit die Nachfrage nach Gold wieder zunimmt?

1) Eine Krise die das System bedroht - z.B. eine Eskalation der Italien-Krise und Zweifel an die Stabilität der EU.

2) Korrektur des US-Dollar - schwächt der Dollar, steigt die Nachfrage nach den Edelmetallen.

3) Ein heftiger Crash an den Aktienmärkten würde die Anleger verunsichern, und den Goldpreis stützen.

Aus charttechnischer Sicht sieht es für Gold nicht besonders positiv aus. Der Widerstand bei $1230 erwies sich als zu stark, und das Edelmetall hat schon etwas an Schwung verloren. Die Bullen bräuchten einen klaren Durchbruch über die Linie von $1280, was kurzfristig unwahrscheinlich ist. Mit Unterstützung kann bei der $1200-er-Marke rechnen, gefolgt von $1180.

XAU/USD
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