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Frankfurt Open - US-Dollar erholt sich nach Yellen-Rede; EZB wird skeptisch bleiben

Marktanalysen /
19 Jan 2017

Aktienindizes:

  • Asien: Nikkei (+0.94 %), Hang Seng (-0.40 %), CSI 300 (-0.42 %), KOSPI (+0.11 %), ASX 200 (+0.24 %)
  • Nordamerika: Dow Jones (-0.11 %), S&P 500 (+0.18 %), NASDAQ (+0.31 %), TSX (-0.28 %), IPC (+0.78 %)

Rohstoffe:

  • WTI Crude $51.53 (+0.88 %), Brent Crude $54.43 (+0.95 %), Natural Gas $3.34 (+1.12 %), Gold $1202.30 (-0.17 %), Copper $262.25 (+0.23 %)

Die meisten asiatischen Aktienmärkte stiegen über Nacht. Der Nikkei beendete den Handelstag mit einem Plus von 1 %, während der australische ASX 200 einen Gewinn von 0.24 % verbuchte. Die chinesischen Märkte fielen jedoch leicht, und der CSI 300 schloss den Tag mit einem Verlust von 0.13 % ab.

Der DAX konnte gestern bei 11599 schließen, ein Zugewinn von 0.51 %. Die Volatilität bleibt jedoch vergleichsweise niedrig, und dies wird sich vor der EZB-Sitzung kaum ändern. Aus charttechnischer Sicht bleibt die kurzfristige Aussicht für den DAX bullish, und ein Bruch des 11,700 Widerstandes würde signalisieren, dass wir bald einen Test des 12,000 Preisniveau sehen könnten.

In Asien stiegen die Ölpreise leicht. Die OPEC zeigte sich besorgt, dass die Märkte zunehmend skeptisch werden über den Deal die die Organisation im November abgeschlossen hat, um die Ölförderung zu drosseln. Zwar haben sich die Ölpreise im Vergleich zum Januar 2016 fast verdoppelt, jedoch scheint es, als gehe das Momentum so langsam verloren. Um dies zu verhindern, hat die OPEC angekündigt eine Kommission zusammenzustellen, die prüfen wird ob sich alle Mitgliedstaaten an den Deal halten.

Der US-Dollar war gestern Abend gefragt nach einer Rede von der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen. Sie betonte, dass die US-Wirtschaft bald eine Vollbeschäftigung erreichen wird, und das die Inflation langsam aber sicher zum angestrebten Ziel von 2 % steigt. Yellen sieht drei weitere Zinssatzerhöhungen dieses Jahr als wahrscheinlich, und erwartet, dass der Zinssatz bis zum Jahresende 2019 bei 3 % stehen wird.

Die Händler sahen dies als Bestätigung das Yellen ebenso hawkish ist wie viele andere Fed-Mitglieder, was zu einem Anstieg des US-Dollar führte. USD/JPY kletterte von 113.40 auf ein Hoch von 114.90 in Asien, während EUR/USD von 1.07 auf 1.0620 fiel. Das britische Pfund beruhigte sich nach drei höchst volatilen Handelstagen wieder, und bewegt sich zurzeit seitwärts. Wichtige Unterstützung kann bei 1.2230 erwartet werden, während Widerstand bei 1.2315 und 1.2415-30 liegt.

Das Hauptevent heute wird der Zinssatzbeschluss der EZB sein. Die Händler erwarten, dass es zu keinen Änderungen an den Zinssätzen noch an der Größe des QE-Programmes kommen wird. Die Zentralbank kann sich über ein solides Wirtschaftswachstum und steigende Inflation in den letzten paar Monaten freuen. Die Eurozone Inflationsrate erreichte ein Drei-Jahres-Hoch von 1.1 % in Dezember.

Die EZB wird sich aber kaum von der optimistischen Seite zeigen, da die Kerninflation noch immer tief liegt, und der Anstieg der Inflationsrate größtenteils auf steigende Ölpreise zurückzuführen ist. Präsident Mario Draghi wird sehr wahrscheinlich betonen, dass die lockere Geldpolitik der EZB weiterhin benötigt wird um den Wirtschaftsaufschwung beständig zu halten.

Was sagen die Charts?

AUD/USD ist kurzfristig überkauft, und die H4-Chart zeigt eine negative RSI-Divergenz an. Ein Bruch durch die Unterstützung bei 0.7460 würde signalisieren, dass eine Korrektur bevorsteht, wobei das nächste wichtige Niveau dann bei 0.7340/50 liegen würde.

AUD/USD - H4-Chart - 19.01.2017

USD/JPY hat sich etwas erholt, jedoch sollte man mit starkem Widerstand in dem Bereich zwischen 115.05 und 115.45 rechnen. Ein klarer Bruch durch 115.45 würde signalisieren, dass ein Rallye bis zu 117.50 folgen könnte.

USD/JPY - H4-Chart - 19.01.2017

Wirtschaftskalender:

  • 09:00 GMT - Euro Zone Current Account
  • 12:45 GMT - ECB Rate Decision
  • 13:30 GMT - ECB Press Conference
  • 13:30 GMT - US Building Permits
  • 13:30 GMT - US Housing Starts
  • 13:30 GMT - US Initial Jobless Claims

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