Frankfurt Open - Krise im Weißen Haus lastet auf die Aktienmärkte

Marktanalysen /
17 Mai 2017

Kaum sind die politischen Risiken in Europa in den Hintergrund geraten, verdirbt das Drama in Washington die Stimmung an den Börsen. Medienberichten nach bat US-Präsident Trump den ehemaligen FBI-Chef Comey die Ermittlungen gegen seinen früheren nationalen Sicherheitsberater Flynn einzustellen. Sollten diese Berichte stimmen, wäre das der bisher schwerwiegendste Vorwurf gegen Trump. Der Druck auf den Präsidenten wächst täglich, und auch intern soll es Konflikte geben.

All dies verringert die Chance, dass Trumps Steuerreform in naher Zukunft realisiert wird. Die Aktienmärkte reagierten dementsprechend negativ. Auch an den europäischen Märkten dürfte der Stimmungswechsel heute spürbar sein. In den letzten zwei Wochen herrschte an den Börsen ein vorsichtiger Optimismus. Die Krise im Weißen Haus könnte nun zur echten Gefahr für die Aktien-Rally werden.

Aus technischer Sicht sind die europäischen Aktienindizes kurzfristig klar überkauft. Dies könnte einige Anleger dazu anregen, etwas an Gewinn mitzunehmen. Die nächste wichtige Unterstützung liegt nun bei 12.660 Punkten. Sollte diese durchbrochen werden, würde dies eine Korrektur bis zu mindestens 12.500 Punkten signalisieren.

Auch am Devisenmarkt machen sich die politischen Ereignisse in den USA spürbar. Kurzfristig dürften der Schweizer Franken und Gold als sichere Hafen erneut gefragt sein.

Währenddessen befindet der Euro gegenüber dem US-Dollar auf den höchsten Stand seit gut einem halben Jahr. Der Fokus der Händler wird heute auf den Inflationszahlen aus der Eurozone liegen. Generell kann man mit einer leicht höheren Teuerungsrate rechnen. Wichtig für den Markt ist aber vor allem die Kerninflation. Sollte diese die Erwartungen übertreffen, würde dies erneut Spekulationen über einen baldigen Kurswechsel der EZB entfachen. Der Euro dürfte dann schnell Kurs auf 1,12 USD nehmen, während die Aktienmärkte weiter unter Druck kommen könnten.

Wirtschaftskalender:

  • 10:00 - Italien - Handelsbilanz
  • 10:30 - Großbritannien - Arbeitslosenquote
  • 10:30 - Großbritannien - Durchschnittseinkommen
  • 11:00 - Eurozone - Verbraucherpreisindex
  • 16:30 - USA - Erdöllagerbestand

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