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Frankfurt Open - DAX und Euro unter Druck; Gold und Yen steigen dank Risikoaversion

Marktanalysen /
07 Feb 2017

Die meisten asiatischen Aktienindizes schlossen den heutigen Handelstag mit einem leichten Minus ab. Der japanische Nikkei 225 gab um 0.30 % nach, während Chinas CSI 300 rund 0.45 % fiel. Hong Kong verbuchte ein Minus von 0.13 %.

Die Risikoaversion an den Aktienmärkten nahm zu. Auch die neuesten Zahlen der Münchener Rück werden den deutschen Leitindex heute nach unten drücken. Der Rückversicherer verbuchte einen Überschuss von 2,6 Milliarden Euro, was ein Minus von rund 16 % zu dem Jahr bevor darstellt. Zum Beginn des heutigen Handelstages erwarten wir den DAX rund 45 Punkte tiefer bei 11,465 Punkten.

Kurzfristig ist aufgrund der zunehmenden Verunsicherung mit einer weiteren Korrektur der Aktienmärkte zu rechnen. Der DAX wird wahrscheinlich bald die wichtige 11,400-Marke testen, und ein Bruch unter diesem Preisniveau würde signalisieren, dass ein Rückgang bis zu 11,000 Punkten folgen könnte.

DAX - Tages-Chart - 07.02.2017

Die Sorge der Anleger, dass das „Trump-Rally“ bald enden könnte, nimmt zu. Nach Trumps Sieg waren die Hoffnungen groß, dass die Effekte seines angekündigten Konjunkturplans die protektionistischen Maßnahmen übersteigen werden. Nach etwas mehr als zwei Wochen Amtszeit sieht die Lage jedoch anders aus. Von den Details zu seinem Wirtschaftsplan fehlt noch immer jede Spur, währenddessen übt Trump weiterhin scharfe Kritik an den wichtigsten US-Handelspartnern.

Auch die europäischen Börsen sind gegen die politischen Risiken nicht immun. Statt sich über die guten Quartalszahlen der EU-Unternehmen, der steigenden Inflation und dem soliden Wirtschaftswachstum in der Euro Zone zu erfreuen, müssen sich Anleger auf noch mehr Ungewissheit gefasst machen.

Aktuell stehen die kommenden Wahlen in Frankreich im Fokus. Falls die Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen, die schon ein EU-Austrittsreferendum im Fall ihres Sieges ankündigte, weiterhin aufholt, würde dies den Druck auf die europäischen Aktienmärkte und den Euro massiv erhöhen.

Die Aussicht für den Euro ist ebenfalls negativ. EUR/USD durchbrach in Asien ein ziemlich entscheidendes Unterstützungslevel von 1,07 USD, und eine Korrektur bis zu 1,05 USD scheint nun wahrscheinlich.

Im Devisenmarkt standen der australische und neuseeländische Dollar im Fokus der Händler. Der neuseeländische Dollar stieg gegenüber allen anderen Hauptwährungen nachdem die Inflationserwartungen von 1,68 % auf 1,92 % stiegen. Dies wird die Zentralbank RBNZ, die am Donnerstag über den Zinssatz entscheiden wird, sicherlich erfreuen. Der Markt erwartet jedoch keine Änderungen an den Zinsen.

Der australische Dollar war nach der RBA-Sitzung gefragt. Zwar ließ die australische Zentralbank den Zinssatz unverändert, wie auch erwartet. Jedoch war der Ton im RBA-Bericht etwas positiver. Die Zentralbank signalisierte, dass der die Kontraktion des BIP im dritten Quartal nur vorübergehend sei, und das Wirtschaftswachstum in den nächsten paar Jahren über drei Prozent betragen wird. Die RBA erwartet zu dem, dass die Inflationsrate noch dieses Jahr das Niveau von 2 % übersteigen wird.

Der japanische Yen blieb stark in Asien. USD/JPY durchbrach die wichtige Unterstützung bei 112 gestern, was signalisiert, dass es bald zu einem Test von 110 kommen könnte. Der Ausblick für die Edelmetalle ist ebenfalls positiv aufgrund der Risikoaversion der Anleger, aber auch aus technischer Sicht. Die $1225 Hürde wurde überwunden, und der nächste wichtige Widerstand liegt nun bei $1250.

Wirtschaftskalender:

  • 13:30 GMT - US Trade Balance
  • 13:30 GMT - Canadian Trade Balance
  • 15:00 GMT - US JOLTs Job Openings
  • 15:00 GMT - Canadian Ivey PMI

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