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Frankfurt Open: DAX startet mit Abschlägen - Fed deutlich optimistischer als erwartet

Marktanalysen /
Milan Cutkovic / 17 Jun 2021

Viele Investoren wurden gestern dann doch auf dem falschen Fuß erwischt. Die US-Notenbank zeigte sich deutlich optimistischer, was die konjunkturelle Erholung inklusive Inflation angeht, als vor der Sitzung allgemein erwartet wurde. Die Währungshüter sehen nun zwei Zinserhöhungen im Jahr 2023 als wahrscheinlich an, zuvor wurde mit einem ersten Zinsschritt nicht vor 2024 gerechnet.

Von der kurzen Schock-Reaktion konnte sich die Wall Street zwar wieder etwas erholen, heute Morgen allerdings sieht in Frankfurt alles nach einer schwachen Reaktion auf die neuen Nachrichten aus. Den Deutschen Aktienindex sehen wir aktuell bei 15.650 Punkten, ein leichtes Minus von 60 Zählern zum gestrigen Handelsschluss.

Das Team um Fed-Chef Powell betonte, dass die Inflationsrate in naher Zukunft auf einem hohen Niveau bleiben dürfte. Sollte diese über einen längeren Zeitraum das Zwei-Prozent-Ziel überschreiten, wird die Geldpolitik entsprechend angepasst werden müssen. Die Investoren hatten gehofft, dass die Zentralbank sich aufgrund der schwachen Arbeitsmarktzahlen der vergangenen Monate zurückhaltender zeigen wird. Auch hier kam es zu einer Überraschung, die Fed prognostiziert einen äußerst starken Arbeitsmarkt in den kommenden zwei Jahren.

Nach der gestrigen Sitzung deutet nun doch alles auf ein früheres Ende der ultralockeren Geldpolitik in den USA hin. Für die Aktienmärkte sind dies zwar schlechte Nachrichten, dennoch hielt sich der Ausverkauf gestern noch in Grenzen. In den kommenden Wochen dürfte der Fokus der Anleger vor allem auf die Anleihemärkte gerichtet sein. Ein rapider Anstieg der Zinsen dort wäre eine Belastung für den hochbewerteten Aktienmarkt.

Kurzfristig ist am Devisenmarkt jetzt mit einer Fortsetzung der Dollar-Rally zu rechnen. Fällt der Greenback unter die 1,20er Marke zum Euro, wird eine Korrektur in Richtung 1,17 EUR/USD wahrscheinlich. Zudem dürfte der Dollar vor allem gegenüber den Tiefzinswährungen wie dem japanischen Yen an Wert gewinnen.

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