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Frankfurt Open: DAX nimmt Fahrt nach unten auf - Steigende Zinsen werden zum Problem

Marktanalysen /
Milan Cutkovic / 26 Feb 2021

Nachdem der Deutsche Aktienindex erneut an der Marke von 14.000 Punkten gescheitert ist und die Zinsen weiter steigen, gewinnt die Abwärtsbewegung an Tempo. Aktuell sehen wir den DAX über 200 Punkte schwächer und damit unter der Marke von 13.700 Zählern. Die Rede von Fed-Chef Powell konnte die Anleger nur kurzzeitig beruhigen. Die Renditen der US-Staatsanleihen steigen weiter und sorgen für zunehmende Nervosität auf dem Börsenparkett. Während die Notenbank eine Zinserhöhung vor 2023 als unwahrscheinlich sieht, preisen die Anleihemärkte derzeit ein früheres Ende der lockeren Geldpolitik ein.
 
Dies ist deshalb problematisch, da die aktuelle Rekord-Rally am Aktienmarkt primär durch das Tiefzinsumfeld und die massiven Stimulus-Maßnahmen angetrieben wurde. Das Argument von nicht zwangsläufig zu hohen Bewertungen am Aktienmarkt aufgrund tiefer Zinsen droht an Schlagkraft zu verlieren. Die sich verändernden Rahmenbedingungen führen zudem zu einer Sektor-Rotation, da Investoren mit der Aussicht auf ein Ende der Pandemie und eine Rückkehr zur Normalität ihre Portfolios wieder von Wachstums- in Substanzaktien umschichten.
 
Zuvor ungeliebte Aktien wie Banken und Versorger werden zwar attraktiver, aber jetzt rächt sich die monatelange Dominanz und Outperformance der Technologieaktien. Ein Ausverkauf in diesem Sektor dürfte auch den breiten Aktienmarkt stärker unter Druck bringen. Es bleibt abzuwarten, ob die Notenbanken auch zukünftig noch in der Lage sein werden, die Märkte zu beruhigen und die Inflationsängste wieder abnehmen. Hält der Trend steigender Zinsen jedoch an, verlieren Aktien – und gerade solche mit hohen Bewertungen – an Attraktivität.  
 
Auf dem Börsenparkett spekuliert man zudem verstärkt auf den nächsten Superzyklus im Rohstoff-Bereich. Chinas beeindruckende Wirtschaftszahlen schüren Hoffnungen, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr dank der Impfkampagnen ebenfalls eine starke Erholung sehen wird. Dies dürfte auch die Nachfrage nach Rohstoffen deutlich erhöhen. Kurzfristig scheint der Rohstoffmarkt aber überhitzt. Vor allem für den Ölpreis wird die Luft immer dünner. Der Output in den USA steigt nach dem jüngsten Schock wieder, ein Trend, der sich fortsetzen dürfte. 

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