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Frankfurt Open: DAX mit tiefrotem Wochenstart - Corona-Angst kehrt weltweit zurück

Marktanalysen /
Milan Cutkovic / 26 Okt 2020

In Europa steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter rasant, auch in den USA ist das Thema zurück auf der Tagesordnung und selbst in China, wo man glaubte, das Virus besiegt zu haben, nun ein erneuter Ausbruch – Erinnerungen an den März dieses Jahres werden wach, die Börsen starten überwiegend tiefrot in die neue Handelswoche. Den Deutschen Aktienindex sehen wir aktuell bei 12.425 Punkten, ein Minus von mehr als 200 Zählern im Vergleich zum Freitagsschluss.

Für die Anleger wird es immer schwieriger, einen kühlen Kopf zu bewahren. Immer mehr Länder in Europa steuern auf einen erneuten Lockdown zu, andere wiederum haben ihn schon verhängt. Die zweite Corona-Welle ist zweifelsohne da – es wächst nun die Angst an der Börse, sie könnte auch eine zweite massive Verkaufswelle bei Aktien auslösen.

Ob diese kommt oder nicht, dürfte vor allem davon abhängen, wie schnell die Regierungen und Zentralbanken auf die jüngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie reagieren. In Washington dürfte spätestens nach der Präsidentschaftswahl ein neues, massives Konjunkturpaket verabschiedet werden. Die Europäische Union muss sich aber nun ebenfalls einer neuen Herausforderung stellen, und es sind erneut Solidarität und schnelles Reagieren gefragt, um einen langen und zumindest aus Corona-Sicht harten Winter ohne ganz große Blessuren zu überstehen.

In dieser Woche werden vor allem die Zentralbanken und die laufende Berichtssaison im Fokus der Investoren stehen. Neben der Europäischen Zentralbank entscheiden auch die japanische und kanadische Notenbank über ihre zukünftige Geldpolitik. In Frankfurt dürfte es zu keinen Überraschungen kommen. EZB-Chefin Lagarde sollte aber zumindest die erhöhten Risiken durch die Pandemie anerkennen und den Weg für weitere Maßnahmen im Dezember ebnen.

Die Bilanzsaison nimmt nun richtig Fahrt auf. In Deutschland werden die Zahlen von SAP, der Deutschen Bank, Volkswagen und BASF im Rampenlicht stehen. An der Wall Street werden mit Amazon, Apple, Facebook, Microsoft und der Google-Mutter Alphabet gleich fünf Tech-Giganten ihre jüngsten Quartalsberichte präsentieren. An Gesprächsstoff und Kursschwankungen dürfte es in den kommenden Tagen daher nicht mangeln.

Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich zu Informationszwecken und berücksichtigen nicht die besonderen Umstände des Empfängers. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Die Inhalte dieses Dokuments sind nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren zu verstehen. Anleger sollten sich unabhängig und professionell beraten lassen und ihre eigenen Schlüsse im Hinblick auf die Eignung der Transaktion einschließlich ihrer wirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit und Risiken ziehen. Die in diesem Artikel enthaltenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren lediglich die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle.

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