Home / Blog / Marktanalysen / Frankfurt Open - DAX hinkt den US-Börsen hinterher; Dollar trotz starken Wirtschaftszahlen unter Druck

Frankfurt Open - DAX hinkt den US-Börsen hinterher; Dollar trotz starken Wirtschaftszahlen unter Druck

Marktanalysen /
16 Feb 2017

Während man sich in den Vereinigten Staaten weiterhin über neue Rekordhochs der Aktienmärkte freuen darf, zeigen sich die Anleger anderswo weniger optimistisch. Auch der DAX schaffte es gestern nicht, sich über der 11,800-Marke zu halten. Zu Beginn des heutigen Handelstages erwarten wir den Deutschen Aktienindex leicht tiefer bei 11,786 Punkten.

Die amerikanischen Inflationszahlen und Einzelhandelsumsätze haben gestern die Erwartungen deutlich überstiegen, und der Markt bewertet die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung des US-Zinssatzes nächsten Monat nun bei 44 %. Letzte Woche sahen die Händler die Chance bei gerade mal 30 %. Verstärkt wurde dies auch durch die Kommentare der US-Notenbankpräsidentin Yellen und mehreren anderen Fed-Mitgliedern. Diese bestätigten, dass die Zentralbank auf dem Kurs zu weiteren Zinserhöhungen bleibt.

Trotz den starken Zahlen steht der US-Dollar unter Druck. Der Markt konzentrierte sich auf das schwache Lohnwachstum statt auf die Inflationsrate. Der Index zeigte, dass das Lohnwachstum im Vergleich zum letzten Monat um 0.6 % nachgab, während es im Jahresvergleich unverändert blieb. Dies verunsicherte die Händler, da die Zentralbank klarmachte, dass ihr auch ein Anstieg der Löhne wichtig ist.

Dass der Dollar aber ungeachtet den insgesamt starken Wirtschaftsdaten unter Druck geriet, signalisiert zudem auch etwas anderes. Der Markt ist noch immer einseitig positioniert, und viele Spekulanten halten Long-Positionen im Dollar. Dies erschwert eine Fortsetzung des Dollar-Rally. Viele warten nun auch darauf, dass die Fed ihre Worte in die Tat umsetzt.

Der Euro erholte sich aufgrund der Dollar-Schwäche in den letzten 12 Stunden leicht. Die anhaltenden Sorgen über die kommenden Wahlen in Frankreich und die eher schwachen Wirtschaftsdaten aus der Euro Zone diese Woche werden einen bedeutenden Anstieg der Gemeinschaftswährung jedoch verhindern. Aus technischer Sicht liegt der nächste wichtige Widerstand bei 1,0650 USD, gefolgt von 1,0715 USD.

EUR/USD - H4-Chart - 16.02.2017

Wirtschaftskalender:

  • 10:00 - Italien - Handelsbilanz
  • 13:30 - EZB - Bericht des geldpolitischen Treffens
  • 14:30 - USA - Baugenehmigungen
  • 14:30 - USA - Wohnbaubeginne
  • 14:30 - USA - Anträge auf Arbeitslosenhilfe
  • 14:30 - USA - Philadelphia Fed Herstellungsindex
  • 22:45 - Neuseeland - Einzelhandelsumsätze

AxiTrader weist darauf hin, dass der vorliegende Inhalt keine fachliche Auskunft oder Empfehlung darstellt und nicht geeignet ist, eine individuelle Beratung durch fachkundige Personen unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalles zu ersetzen. AxiTrader übernimmt keinerlei Haftung, aus welchem Rechtsgrund auch immer, für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der übermittelten Informationen.

More on this topic

See More News

Eröffnen Sie Ihr Konto. Steigen Sie innerhalb von Minuten in den Handel ein.

Starten Sie Ihre Trader-Karriere bei einem vertrauenswürdigen, regulierten und mehrfach preisgekrönten Broker.

KONTO ERÖFFNEN GRATIS-DEMO TESTEN