Was ist der CFD-Handel und wie kann man CFDs handeln?

Education /
Milan Cutkovic
CFD Trading Guide

Was sind CFDs?

Ein CFD, kurz für „Contract for Difference“ oder Differenzkontrakt, ist eine Art von Finanzderivat, das es Händlern erlaubt, auf die Kursbewegungen verschiedener Basiswerte wie Aktien, Rohstoffe, Währungen oder Indizes zu spekulieren, ohne den eigentlichen Basiswert zu besitzen.

 

Was ist der Markt für CFDs?

Eine breite Palette von Produkten und Vermögenswerten kann als Differenzkontrakte gehandelt werden. Auf diesem Markt sind die wichtigsten Arten von CFDs folgende: 

  • Forex: Forex oder „FX“ ist die Abkürzung für Devisen, während „Forex Trading“ sich auf den Kauf oder Verkauf von wichtigen (Major), weniger wichtigen (Minor) und exotischen (Exotic) Währungspaaren bezieht. Die wichtigsten Forex-Währungspaare enthalten den US-Dollar, wie EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY, AUD/USD, USD/CAD und USD/CHF. Zu den weniger wichtigen Währungspaaren gehören EUR/GBP, GBP/JPY, GBP/CAD, CHF/JPY, EUR/AUD und NZD/JPY. Exotische Währungspaare umfassen etwa die Kombination aus einer der 8 Hauptwährungen und einer Währung aus einem kleineren Land, wie z. B. AUD/SEK (Australischer Dollar/Schwedische Krone), CAD/SGD (Kanadischer Dollar/Singapur-Dollar) und GBP/CZK (Britisches Pfund/Tschechische Krone).
  • Aktien: Die Börse ist der Ort, an dem Anleger Aktien von börsennotierten Unternehmen kaufen und verkaufen können. Der größte und beliebteste Aktienmarkt der Welt ist der US-Aktienmarkt, der aus mehr als 4.000 Unternehmen von Börsen wie der NYSE (New York Stock Exchange), NASDAQ, AMEX und anderen besteht. Mit CFDs kannst du eine breite Palette von Aktien handeln, darunter Top-Wachstumsaktien (Aktien, denen ein hohes Zukunftspotenzial zugeschrieben wird) und Value-Aktien (Aktien, die unter ihrem tatsächlichen Wert gehandelt werden). Zu den beliebten Wachstumsaktien gehören die führenden amerikanischen Technologieunternehmen, die häufig als FAANG bezeichnet werden: Facebook (META), Amazon (AMZN), Apple (AAPPL), Netflix (NFLX) und Alphabet (GOOG).
  • Indizes: Indizes sind „Körbe“ aus einzelnen, aber miteinander verwandten Aktien. Der S&P-500-Index zum Beispiel repräsentiert die Gesamtaktienperformance von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den USA, während der NDXT (NASDAQ-100 Technology Sector Index) die Performance von 100 Top-Technologieunternehmen misst. Indizes werden normalerweise von unabhängigen Institutionen wie der FTSE Group, der Deutschen Börse und Standard & Poor’s bewertet. Zu den beliebtesten Indizes gehören der S&P 500, Dow Jones, NYSE, NASDAQ und der FTSE 100.
  • Rohstoffe: Rohstoffe sind gewöhnliche Rohstoffe, die bei der Herstellung anderer Waren verwendet oder auf dem freien Markt gehandelt werden. Rohstoffe können in zwei Kategorien unterteilt werden: Agrarrohstoffe (im Englischen auch soft commodities genannt) und Abbaurohstoffe (im Englischen auch hard commodities genannt). Sämtliche landwirtschaftlichen Produkte wie Kaffee und Kakao gelten entsprechend als weiche Rohstoffe, während Edelmetalle wie Gold oder Silber und Energie, wie Erdgas und Öl, als harte Rohstoffe gelten.
  • Kryptowährungen: Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Litecoin sind eine relativ neue Form digitaler Währungen, die von dezentralen Peer-to-Peer-Netzwerken, sogenannten Blockchains, angetrieben werden. Anders als herkömmliche Geldformen, die von Zentralbanken ausgegeben werden, werden Kryptowährungen in der Regel nicht von einer Regierung oder einem Finanzinstitut beaufsichtigt und benötigen keinen Finanzintermediär, um zu funktionieren. Stattdessen werden Kryptonetzwerke von Netzwerkteilnehmern verwaltet, die Transaktionen verifizieren und bestätigen.
  • Börsengänge (Initial Public Offerings, IPOs): Ein Börsengang ist der Prozess, bei dem ein privates Unternehmen seine Aktien zum ersten Mal der Öffentlichkeit anbietet und potenzielle Investoren einlädt, sich über die Börse an seinen Aktien zu beteiligen. Wenn du einen Börsengang per CFD handelst, investierst du long (Kauf) oder short (Verkauf) in Aktienkursbewegungen. Das heißt, dass du die Möglichkeit hast, eine Short-Position (Verkauf) auf Aktien, die gerade an die Börse kommen, öffnen kannst, abhängig von deiner Strategie und dem erwarteten Ergebnis des Börsengangs.

 

Was ist der CFD-Handel?

Beim Handel mit CFDs schließt du einen Vertrag mit einem Broker ab, um die Kursdifferenz des Basiswerts zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs des Kontrakts auszutauschen. Wenn du glaubst, dass der Marktpreis eines Vermögenswerts (z. B. Devisen, Aktien, Rohstoffe) steigen wird, kannst du long gehen (kaufen), und wenn du erwartest, dass er fallen wird, kannst du short gehen (verkaufen). Der Gewinn oder Verlust wird durch den Unterschied in der Preisbewegung des Vermögenswerts auf dem freien Markt bestimmt.

 

Wie funktioniert der CFD-Handel?

Der CFD-Handel ermöglicht es dir, auf die Kursbewegungen eines Finanzinstruments zu spekulieren, ohne den Basiswert selbst zu besitzen. Wenn sich der Marktpreis des Vermögenswerts in die gleiche Richtung wie dein CFD-Handel bewegt, machst du einen Gewinn.

Es gibt zwei Preise, auf die du bei einem CFD-Handel achten musst: den „Kauf“-Kurs und den „Verkauf“-Kurs. Welche Maßnahmen du ergreifst, hängt davon ab, ob du glaubst, dass der Preis steigen oder fallen wird.

  • Long-Position: Eine Long-Position entsteht, wenn ein Händler einen KAUF-Handel (BUY) platziert. Hier erwartet der Händler, dass der Wert des Vermögenswerts im Laufe der Zeit steigen wird. Der Händler wird zu einem niedrigen Preis KAUFEN, aber VERKAUFEN, sobald der Preis steigt.
  • Short-Position: Eine Short-Position entsteht, wenn der Händler der Meinung ist, dass der Wert des Vermögenswerts sinken wird, und eine VERKAUFS-Position (SELL) wählt.

Lass uns dieses Konzept anhand einiger Beispiele untersuchen:

  • Handelsbeispiel mit einem Gold-CFD: Du siehst, dass der Goldpreis derzeit bei 1.820 USD liegt. Wenn du die Marktnachrichten und Wirtschaftsanalysen verfolgst, spekulierst du darauf, dass der Wert von Gold steigen wird. Du eröffnest also eine „Long“-Position zum aktuellen Kaufkurs von Gold. Nehmen wir an, dass der Goldpreis zum Zeitpunkt des Ende des Kontrakts auf 1.901 USD gestiegen ist. Die Marktrichtung stimmt mit der Richtung deines Handels überein, sodass deine CFD-Position einen Gewinn erzielt hat. Wenn der Preis jedoch unter deinen ursprünglichen Kaufpreis gefallen wäre, hättest du einen Verlust erlitten.
  • Handelsbeispiel mit einem Aktien-CFD: Nachdem Meta eine enttäuschende Quartalsbilanz veröffentlicht hat, bist du davon überzeugt, dass das Unternehmen überbewertet ist und dass dies der Beginn einer tieferen Korrektur statt eines nur kurz andauernden Ausverkaufs ist. Deshalb beschließt du, Meta bei 250 USD zu verkaufen. Wenn der Aktienkurs von Meta weiter fällt, würde dein Handel einen Gewinn abwerfen. Sollte der Preis von Meta jedoch wieder über 250 USD steigen, würdest du einen Verlust bei deiner Position erleiden.

 

Warum CFDs handeln?

Ein entscheidender Vorteil des CFD-Handels ist der Zugang zu einer breiten Palette von Märkten und Vermögenswerten. Mit CFDs können Händler auf verschiedene Finanzinstrumente wie Aktien, Indizes, Rohstoffe und Währungen zugreifen, und das alles über eine einzige Handelsplattform. Das bedeutet, dass Händler ihre Portfolios diversifizieren und Chancen auf verschiedenen Märkten nutzen können, auch wenn sie keinen direkten Zugang zu diesen Vermögenswerten haben. Die Möglichkeit, mit Margin zu handeln, verbessert auch die Zugänglichkeit, da sie es Händlern ermöglicht, größere Positionen mit einem geringeren Kapitaleinsatz zu kontrollieren, was ihre potenziellen Renditen vergrößert.

Hinweis: Der Handel mit Hebeleffekten kann auch deine Verluste verstärken, daher sollten strenge Risikomanagementpraktiken an den Tag gelegt werden.

Der CFD-Handel bietet außerdem Flexibilität und die Möglichkeit, sowohl von steigenden als auch von fallenden Märkten zu profitieren. Mit CFDs können Händler Long-Positionen (Käufe) eingehen, wenn sie einen Kursanstieg eines Vermögenswerts erwarten, oder Short-Positionen (Verkäufe), wenn sie mit einem Kursrückgang rechnen. Das bedeutet, dass Händler potenziell von Marktbewegungen in beide Richtungen profitieren können und so von unterschiedlichen Marktbedingungen profitieren können.

 

Wie man einen CFD handelt

Der CFD-Handel steht jedem offen, der ein Handelskonto bei einem Online-Broker eröffnet hat. Sobald das Konto eingerichtet ist, kannst du die folgende allgemeine Anleitung nutzen, um einen Standard-CFD-Handel einzurichten:

  1. Wähle einen Vermögenswert: Wähle das Finanzinstrument, mit dem du handeln möchtest, z. B. Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen.
  2. Wähle deine Position: Entscheide, ob du glaubst, dass der Preis deines gewählten Vermögenswerts steigen (long gehen) oder fallen (short gehen) wird. Wenn du erwartest, dass der Preis steigt, kannst du eine Long-Position eingehen, und wenn du erwartest, dass der Preis fällt, kannst du eine Short-Position eingehen.
  3. Bestimme deine Handelsgröße: Gib die Anzahl der CFD-Einheiten an, die du handeln möchtest. CFDs werden in der Regel in „Lots“ gehandelt, und jeder Kontrakt entspricht einer bestimmten Stückzahl des Basiswerts.
  4. Bestimme deine Hebelwirkung: Die Hebelwirkung ermöglicht es dir, eine größere Handelsposition mit einem relativ geringen Kapitaleinsatz zu kontrollieren. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die Hebelwirkung sowohl Gewinne als auch Verluste verstärken kann.
  5. Beobachte den Markt: Nutze die Handelsplattform deines Brokers, um die Kursbewegungen von Vermögenswerten in Echtzeit zu verfolgen. CFD-Handelsplattformen bieten in der Regel verschiedene Tools an, die bei der Analyse und Überwachung des Marktes helfen.
  6. Platziere den Handel: Wenn du bereit bist, in den Markt einzusteigen, gibst du deine Order über die Handelsplattform auf. Du gibst die Art des Handels (Kauf oder Verkauf), die Handelsgröße und alle zusätzlichen Parameter an, die von der Plattform verlangt werden. Wir empfehlen dir auch, Instrumente wie Stop-Loss und Take-Profit zu verwenden, um Gewinne zu sichern und mögliche Verluste zu reduzieren.
  7. Überwache deine Position: Sobald dein Handel ausgeführt ist, überwachst du deine Position und verfolgst die Kursbewegungen des Vermögenswerts. Wenn dein Handel keinen festen Verfallstermin hat, kannst du deine Position jederzeit entsprechend deiner Handelsstrategie schließen.

 

Vorteile des Handels mit CFDs

  • Zugang zu mehreren Märkten: Der CFD-Handel ermöglicht den Zugang zu einer breiten Palette von Märkten, darunter Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen und mehr, und bietet damit viele potenzielle Handelsmöglichkeiten.
  • Hebel- und Margenhandel: CFD-Handel bietet eine Hebelwirkung, die es Händlern ermöglicht, größere Positionen mit einem geringeren Kapitaleinsatz zu kontrollieren. Das vergrößert die potenziellen Gewinne (und Verluste) und ermöglicht gleichzeitig Flexibilität bei der Kapitalallokation.
  • Long- und Short-Positionen: CFDs ermöglichen es Händlern, sowohl von steigenden als auch von fallenden Märkten zu profitieren. Durch das Eingehen von Long-Positionen können Händler potenziell von steigenden Kursbewegungen profitieren, während sie mit Short-Positionen von fallenden Kursbewegungen profitieren können.
  • Geeignet zur Absicherung: CFDs können als Absicherungsinstrument eingesetzt werden, um mögliche Verluste in einem bestehenden Portfolio auszugleichen. Durch das Einnehmen gegensätzlicher Positionen können Händler/innen das Risiko mindern und ihre Investitionen schützen.
  • Kein Eigentum an dem Basiswert: Der CFD-Handel ermöglicht es Händlern, auf Preisbewegungen zu spekulieren, ohne den eigentlichen Vermögenswert zu besitzen. Dadurch entfallen die oft hohen Anfangsinvestitionen, die für den Besitz erforderlich sind, und die potenziellen Lagerkosten für physische Vermögenswerte (z. B. Rohstoffe wie ein Barrel Öl oder ein Silo mit Getreide).
  • Flexibilität bei den Handelsgrößen: CFDs bieten Flexibilität bei der Wahl der Handelsgröße, so dass Händler ihre Positionen an ihre Risikobereitschaft und ihre Ziele anpassen können.
  • Schnelle und bequeme Ausführung: CFD-Geschäfte können schnell und bequem über Online-Handelsplattformen ausgeführt werden, die sofortigen Zugang zu den Märkten und Echtzeitkursen bieten.
  • Breiter Zugang zu globalen Märkten: Der CFD-Handel bietet Zugang zu den globalen Märkten und ermöglicht es Händlern, ihr Portfolio zu diversifizieren und ihre Chancen auf profitable Geschäfte zu erhöhen.
  • Verfügbarkeit von Risikomanagement-Tools: CFD-Plattformen bieten oft Risikomanagement-Tools wie Stop-Loss-Orders und Take-Profit-Orders an, um Händlern dabei zu helfen, potenzielle Verluste zu verwalten und zu begrenzen.
  • Dividenden verdienen: Händler sind berechtigt, Dividenden zu erhalten, wenn sie eine Long-Position in einer einzelnen Aktie oder einem Aktienindex halten. Die Dividendenanpassung ist nur dann negativ, wenn der Händler eine Short-Position hält.

advantages and disadvantages of CFDs

Nachteile beim Handel mit CFDs

  • Volatilitätsrisiko: CFDs können auf volatile Vermögenswerte gehandelt werden, was zu schnellen Preisschwankungen führen kann. Plötzliche Marktbewegungen können zu erheblichen Verlusten führen oder Nachschussforderungen auslösen.
  • Hebelwirkung verstärkt die Verluste: Die Hebelwirkung kann zwar die potentiellen Gewinne erhöhen, aber sie vergrößert auch die Verluste. Der Handel mit Hebeln erhöht das Risiko erheblicher Verluste, da die Verluste die ursprüngliche Investition übersteigen können.
  • Maklerrisiko: CFD-Handel wird über einen Broker oder ein Finanzinstitut abgewickelt, wodurch Händler einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt sind. Wenn der Broker insolvent wird, besteht das Risiko, das investierte Kapital zu verlieren oder Schwierigkeiten beim Abheben der Gelder zu bekommen. Händler sollten Sorgfalt an den Tag legen und einen lizenzierten, regulierten und seriösen Broker wählen.
  • Gebühren und Kosten: Bei einigen CFD-Brokern können unerwartete Gebühren oder Kosten anfallen, wie z. B. Übernachtfinanzierungskosten, Provisionen oder Plattformgebühren. Händler sollten die Gebührenstruktur des von ihnen gewählten Brokers sorgfältig prüfen, um die Gesamtkosten des Handels zu verstehen.
  • Übermäßiger Handel und emotionale Entscheidungsfindung: Die Zugänglichkeit des CFD-Handels kann zu übermäßigem Handel und emotionalen Entscheidungen führen. Impulsives Handeln, das eher auf Emotionen als auf einer gut durchdachten Strategie basiert, kann zu schlechten Handelsergebnissen führen.
  • Komplexe Preisstruktur: CFD-Preise in schnelllebigen Märkten können komplex sein und spiegeln nicht immer den genauen Preis des Basiswerts wider. Faktoren wie Spreads, Provisionen und Finanzierungskosten können die Preisgestaltung beeinflussen, weshalb es für Händler wichtig ist, die Preisstruktur von CFDs zu verstehen.
  • Regulatorische Risiken: Das regulatorische Umfeld für den CFD-Handel variiert von Land zu Land. Regulatorische Änderungen oder von Behörden auferlegte Beschränkungen können sich auf die Verfügbarkeit, die Hebellimits oder andere Aspekte des CFD-Handels auswirken.
  • Fehlen von Eigentums- und Stimmrechten: CFD-Händler besitzen den Basiswert nicht und haben keine Stimmrechte in dem verbundenen Unternehmen.

 

Unterschiede zwischen CFD-Handel und traditionellem Handel

Sowohl der CFD-Handel als auch der traditionelle Handel (z. B. der Kauf von Aktien) bieten die Möglichkeit, auf Kursbewegungen zu reagieren. Es gibt jedoch einige wichtige Unterschiede zwischen den beiden.

Wenn du mit Aktien handelst oder in sie investierst, erwirbst du direktes Eigentum an einem Vermögenswert, in der Regel Unternehmensaktien. In diesem Fall kannst du nur dann einen Gewinn erzielen, wenn du deine Aktien zu einem höheren Preis verkaufst, als du sie gekauft hast.

Beim CFD-Handel handelst du nur mit Kursbewegungen, sodass du mit Instrumenten auf einer Vielzahl von globalen Märkten wie Aktien, Rohstoffen, Devisen und Indizes long (kaufen) oder short (verkaufen) gehen kannst. So kannst du von Kursschwankungen am Markt profitieren oder verlieren, ohne den Basiswert zu besitzen.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen den beiden ist der Einsatz von Hebeln. CFDs sind gehebelte Produkte, d. h. du legst einen kleinen Prozentsatz des Kapitals an, das zur Eröffnung einer vollständigen Handelsposition erforderlich ist, und leihst dir dann den Rest von deinem Broker. So kannst du mit einem kleinen Geldbetrag potenziell deutlich höhere Erträge (oder Verluste) erzielen. Beim Aktienhandel setzt du dein eigenes Geld ein, um eine Aktie zu kaufen, und du musst den vollen Preis im Voraus bezahlen.

CFD-Handel

Traditioneller Handel

Nutzen die Hebelwirkung Du zahlst den vollen Preis im Voraus
Mehrere Märkte Aktien und ETFs
Du besitzt den zugrunde liegenden Vermögenswert nicht Eigentum an dem zugrunde liegenden Asset
Short gehen und von fallenden Preisen profitieren Keine Möglichkeit, von fallenden Preisen zu profitieren
Keine Aktionärsprivilegien Aktionärsprivilegien und Stimmrechte
Keine Börsenumsatzsteuer (in Jurisdiktionen, wo es eine solche gibt), aber die Gewinne unterliegen der Kapitalertragssteuer Du zahlst Börsenumsatzsteuer (in Jurisdiktionen, wo es eine solche gibt) und Kapitalertragssteuer auf deine Gewinne
Möglichkeit zur Absicherung (Hedging) deiner Trades Hedging erfordert den Einsatz von Derivaten (Optionen, Futures und inverse ETFs)

Wie kann ich das Risiko beim CFD-Handel steuern?

Im Handel kannst du die beste Strategie der Welt haben, aber ohne Risikomanagement ist es schwer, auf Dauer profitabel zu bleiben. Märkte sind volatil, daher ist Risikomanagement unerlässlich.

5 Tools und Tipps für das Risikomanagement

  1. Verwende einen Stop-Loss: Ein Stop-Loss ist ein vorher festgelegtes Niveau, bei dem ein Trade automatisch geschlossen wird, sobald der festgelegte Preis erreicht ist. Er ist wie ein Sicherheitsnetz, falls ein Handel gegen dich läuft, und stellt sicher, dass ein Verlust nicht größer ist als der Betrag, den du zu verlieren bereit bist.
  2. Verwende einen Take-Profit: Willst du deine Gewinne sichern, bevor der Markt plötzlich in der Lage ist, alles gegen dich auszuspielen? Lege ein Take-Profit-Niveau fest und wenn der Markt es erreicht, wird dein Handel automatisch geschlossen und dein Gewinn gesichert.
  3. Verwende einen Trailing-Stop: Ein Trailing-Stop ist dazu gedacht, Verluste zu begrenzen UND Gewinne zu sichern; betrachte ihn als eine Art Stop-Loss mit zusätzlicher Flexibilität. Er befindet sich in einem bestimmten Abstand zum aktuellen Kurs und bewegt sich mit dem Markt nach oben und unten.
  4. Passe deine Lot-Größe an: Beim Handel kommt es auf die Größe an. Je größer die Position ist, desto größer sind die potenziellen Erträge, aber desto höher ist auch das Risiko. Um die richtige Handelsgröße zu bestimmen, solltest du überlegen, wie viel du zu verlieren bereit bist, wenn der Handel gegen dich läuft.
  5. Verwende Trading-Rechner: Nutze kostenlose Online-Rechner, um deine Handelsaktivitäten zu bestimmen:
    Margenrechner: Sieh nach, wie viel Marge zum Eröffnen einer Position benötigt wird.
    Gewinn-/Verlustrechner: Mit diesem Tool kannst du Gewinne und Verluste abschätzen und Stop-Loss- und Take-Profit-Niveaus festlegen.
    Pip-Rechner: Schätzt potenzielle Gewinne oder Verluste auf der Grundlage von Pip-Bewegungen.

 

 

Diese Information soll nicht als Empfehlung interpretiert werden; oder als Angebot zu kaufen oder zu verkaufen; oder als Aufforderung eines Angebotes eine Sicherheit, ein Finanzprodukt oder Instrument zu kaufen oder zu verkaufen; oder an einer bestimmte Trading-Strategie teilzunehmen. Sie wurde erstellt, ohne deine Ziele, deine finanzielle Situation oder deine Bedürfnisse zu berücksichtigen. Jegliche Hinweise auf bisherige Leistungen und Prognosen sind keine zuverlässigen Indikatoren für Zukunftsergebnisse. Axi gibt keine Zusicherung und übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts dieser Veröffentlichung. Leser sollten sich ihren eigenen Rat einholen.

FAQ


Ist der CFD-Handel in meinem Land erlaubt?

In einigen Ländern ist der CFD-Handel nicht erlaubt. Wenn dein Wohnsitzland bei der Eröffnung eines Handelskontos nicht auf dem Online-Antragsformular angegeben ist, darfst du diesen Handel nicht machen.


Ist der Handel mit CFDs sicher?

Wie bei jedem Finanzinstrument oder jeder Investition ist der Handel mit CFDs mit einem Risiko verbunden. Der Einsatz von Hebeln kann CFDs risikoreicher machen als Produkte ohne Hebelwirkung, wie z. B. physische Aktien. Bevor du mit dem Handel mit einem Live-Konto beginnst, solltest du dich mit diesen Produkten vertraut machen, in einer risikofreien Umgebung üben und mehr über Risikomanagement lernen.


Wie hoch ist das Mindestvolumen, das ich für ein CFD-Produkt handeln kann?

Die Mindesthandelsgröße für Standard- und Pro-Konten bei Axi beträgt 0,01 Lots. Diese Zahl kann sich jedoch je nach dem Instrument, das du handelst, ändern. 


Was ist der Unterschied zwischen CFDs und Optionen?

Optionen und CFDs haben einige gemeinsame Merkmale. Sie können beide eine hohe Hebelwirkung haben und die Flexibilität kann sowohl zur Absicherung als auch zur Spekulation genutzt werden. Es gibt jedoch einige wichtige Unterschiede zwischen den beiden. Wenn du einen CFD kaufst, stimmst du zu, die Preisdifferenz zwischen dem Zeitpunkt, an dem du einen Handel eröffnet hast, und dem Zeitpunkt, an dem du ihn schließt, auszutauschen. Optionen geben einem Händler das Recht (aber nicht die Pflicht), einen Vermögenswert zu einem bestimmten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Optionen bieten mehr Flexibilität, und Händler können mit diesen Instrumenten komplexe Strategien entwickeln.


Was ist der Unterschied zwischen CFD-Handel und Futures?

Ein CFD bildet die Preisbewegung eines Vermögenswerts ab, wodurch der Anleger ein klares Bild von den Wertänderungen erhält, die auftreten, während er eine Position offen hält.

Wenn ein Händler einen Future-Kontrakt abschließt, verpflichtet er sich, den Basiswert zu einem vorher festgelegten Preis und Datum in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Es handelt sich um einen Vertrag, der in der Zukunft ausgeführt wird, und der festgelegte Preis bleibt unverändert, unabhängig von der Wertentwicklung des Vermögenswerts. Der Käufer eines Futures-Kontrakts muss den zugrundeliegenden Vermögenswert annehmen, wenn der Kontrakt ausläuft. Folglich ist der Verkäufer des Kontrakts verpflichtet, den Vermögenswert zum vereinbarten Zeitpunkt zu liefern.

Futures funktionieren auf der Grundlage von Preisen, die von den Märkten festgelegt werden, da sie an Börsen gehandelt werden, während CFDs auf der Grundlage von Preisen funktionieren, die vom Broker festgelegt werden. Daher wird erwartet, dass die Integrität des Preises im Falle von Futures höher ist als bei CFDs.

Einfach ausgedrückt, können Futures als eine weniger flexible und strukturiertere Alternative zu CFDs angesehen werden.


Wie lang ist die Vertragsdauer von CFDs?

Der Zeitpunkt, an dem ein CFD-Kontrakt fällig wird, wird als CFD-Kontrakt-Rollover-Datum bezeichnet. Das Verfallsdatum eines Futures-Kontrakts ist der letzte Tag, an dem du diesen Kontrakt handeln kannst.   

Vor Ablauf des Kontrakts hat ein Futures-Händler drei Möglichkeiten: Ausgleich oder Liquidierung der Position, Abrechnung oder Rollover. Bei einem Rollover verschiebt ein Händler seine Position vom ersten nächstfälligen Kontrakt (Front-Month-Kontrakt, kurz vor dem Verfallsdatum) auf ein anderes, weiter in der Zukunft liegendes Kontraktdatum, um die mit der Abwicklung der Kontrakte verbundenen Kosten oder Verpflichtungen zu vermeiden. Rollovers sind gewinnneutral. 

Hinweis: Ein CFD-Kontrakt-Rollover-Datum ist nicht auf alle Handelsprodukte anwendbar. 


Sind CFDs besser als Aktien?

Die Entscheidung, mit CFDs zu handeln und nicht in Aktien zu investieren, liegt bei jedem Einzelnen und seinen finanziellen Möglichkeiten und Zielen.  

Mit Aktien-CFDs kannst du beim Handel mit Aktienkursen eine Hebelwirkung nutzen, d. h. du hast das Potenzial, mit einem geringeren Kapitaleinsatz höhere Gewinne zu erzielen. Das kann zwar die Rendite erhöhen, aber es erhöht auch das Risiko. Der Handel mit Aktien-CFDs bietet Flexibilität: Du kannst long gehen (kaufen), wenn du steigende Kurse erwartest, oder short gehen (verkaufen), um von fallenden Aktienkursen zu profitieren. 

Bei CFDs hast du jedoch keine Stimmrechte, und die Steuerpflicht kann sich je nach Land, in dem du wohnst, von derjenigen für physische Aktien unterscheiden. 


Welche Märkte kann ich mit Axi handeln?

Axi bietet Zugang zu einer breiten Palette von Märkten für den CFD-Handel. Eine vollständige Liste der CFD-Handelsinstrumente findest du in unserer Produktübersicht.



Milan Cutkovic

Milan Cutkovic

Milan Cutkovic hat über acht Jahre Erfahrung im Handel mit und in der Marktanalyse von Devisen, Indizes, Rohstoffen und Aktien. Er war einer der ersten Trader, die in das Programm Axi Select aufgenommen wurden, das hochtalentierte Trader identifiziert und sie bei ihrer professionellen Entwicklung unterstützt.

Milan ist nicht nur Trader, sondern schreibt auch täglich Analysen für die Community von Axi und nutzt sein umfangreiches Wissen über die Finanzmärkte, um einzigartige Einblicke und Kommentare zu liefern. Seine Leidenschaft ist es, anderen dabei zu helfen, erfolgreichere Trader zu werden. Er gibt sein Wissen weiter, indem er zu umfassenden E-Books rund um das Thema Trading beiträgt und regelmäßig lehrreiche Artikel im Blog von Axi veröffentlicht. Seine Arbeit wird häufig in führenden internationalen Zeitungen und Medienportalen zitiert.

Milan wird häufig in vielen Finanzpublikationen zitiert und erwähnt, darunter Yahoo Finance, Business Insider, Barrons, CNN, Reuters, New York Post und MarketWatch.

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