Risk Management - Wie man mit Drawdowns umgehen sollte

Ausbildung /
03 Jan 2017

Drawdowns sind unumgänglich. Jeder Händler wird von Zeit zu Zeit eine Serie von unprofitablen Trades haben, aber dies sollte keine besondere Hürde sein, falls man gut damit umgehen kann. Der üblichste Fehler den Anfänger machen, ist nach einem Verlust das Risiko zu erhöhen. Sie schmeißen weiteres Geld in einen schlechten Trade hinein, in der Hoffnung, dass der Markt doch noch kehren wird, und sie die Position mit einem Gewinn schließen können. Oder sie werden ausgestoppt und erhöhen dann die Größe ihrer nächsten Position bedeutend um den Verlust wiedergutzumachen.

Was ein Händler tun sollte, wenn er mehrere Verluste hintereinander hatte, ist, das Risiko zu reduzieren. Nehmen wir als erstes Beispiel einen Händler der mit $10,000 startet.

Er hatte fünf Verluste nacheinander, was durchaus vorkommen kann. Jedoch sehen wir, dass er statt das Risiko zu reduzieren, sein Risiko erhöht hat, damit er seine Verluste schneller wieder decken kann. Das Resultat ist gar nicht gut, und sein Kontostand nach fünf Trades ist 8765.31, was einem Verlust von 1234.69 entspricht, oder 12.35 %. Selbst wenn der Händler sein Risiko per Trade auf 2 % gehalten hätte, wäre es doch ein ziemlicher Verlust für nur fünf Trades gewesen.

Wenn Sie ein potenzielles Drawdown erkennen, ist es am besten früh etwas zu unternehmen. Schauen wir uns das zweite Beispiel an.

Wie man sehen kann, hat der Händler aus diesem Beispiel folgende Regeln:

1. Nach zwei konsekutiven Verlusten, reduziere das Risiko auf 1 % per Trade.

2. Falls danach ein Gewinn erzielt wird, erhöhe das Risiko zurück auf 2 % per Trade.

3. Falls nach Punkt 1) jedoch ein erneuter Verlust folgt, reduziere das Risiko auf 0.5 % per Trade.

3.a) Falls danach ein Gewinner erzielt wird, bringe das Risiko Level zurück auf 2 % für den nächsten Trade.

3.b) Falls danach jedoch ein erneuter Verlust folgt, reduziere das Risiko auf 0.25 % und behalte es auf diesem Level bis ein Gewinn erzielt wird.

Das Risiko auf 0.25 % zu reduzieren mag zwar ein bisschen extrem wirken, aber es kann aber von großer Hilfe sein, wenn man gerade mit einem Drawdown kämpft. Besonders in solch einer Situation können viele Händler nicht mehr klar denken, und sind von den Verlusten abgelenkt. Falls sie sich jedoch an ihren Plan halten und die oben beschriebene Methode benutzen, wird der Verlust wenigstens in Grenzen gehalten. In dem vorherigen Beispiel hat Trader A $1234.69 verloren, während Trader B nur $563.23 Verlust gemacht hat.

Drawdowns sind normal. Jedoch sollte man diese nicht ignorieren, besonders, wenn man mehrere davon in kurzer Zeit oder eine ungewöhnliche Anzahl von konsekutiven Verlusten hat. Es gibt zwei Hauptgründe die normalerweise zu einem Drawdown führen:

  1. Ihre Trading Strategie ist nicht kompatibel mit dem jetzigen Marktumfeld

Falls sie z.B. eine Strategie benutzen die stark von Trends abhängt, ist es klar, dass diese keine guten Resultate liefern wird in einem Markt der sich zurzeit seitwärts bewegt. Sie sollten in diesem Fall nach anderen Währungen/Rohstoffen/Aktienindizes Ausschau halten, oder eventuell eine neue Strategie entwickeln, die dem gegebenen Marktumfeld angepasst ist.

  1. Persönliche Gründe

Es muss nicht unbedingt am Marktumfeld liegen, sondern Drawdowns können auch das Resultat von persönlichen Probleme sein, wie z.B. zu viel Stress oder eine Krankheit die einen runterzieht. Die Liste potenzieller Gründe ist groß, aber das wichtigste ist, dass Sie es merken und akzeptieren, dass sie zurzeit nicht in bester Form sind. Abhängig von dem Grund sollten sie das Risiko per Trade reduzieren, oder sogar eine Pause vom Trading nehmen.

Das nächste Mal wenn Sie darüber nachdenken das Risiko nach einem Verlust oder mehreren Verlusten noch mehr zu erhöhen, erinnern Sie sich an die Tabelle oben. Sie werden bestimmt Ihre Meinung ändern.

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